Kurzanleitung

Dein Mix in vier Schritten

mixfellow gibt dir eine zweite Meinung zu deinem Mix: Es vergleicht einen ausgewählten Abschnitt mit einem Referenzsong und zeigt dir, welche Änderungen du als Nächstes ausprobieren kannst. Du entscheidest und bearbeitest deinen Mix selbst in der DAW. mixfellow verändert das Audiosignal nicht automatisch.

Bevor du beginnst: mixfellow einsetzen

Setze eine mixfellow-Instanz als letztes Insert auf deinen Master-Bus und wähle Master Hub. Für Hinweise zu einzelnen Bereichen kannst du zusätzlich mixfellow als letztes Insert auf Gruppen-Bussen einsetzen, zum Beispiel Kick, Drums, Bass, Music oder Vocals. Wähle in jeder Instanz die passende Gruppenrolle. Diese Gruppen-Sensoren sind optional: Ohne sie erhältst du Empfehlungen für den Gesamtmix; mit ihnen kann mixfellow Hinweise gezielter einer Gruppe zuordnen.

  1. 1. Referenz laden

    Ziehe einen Referenzsong in das Feld Audio hier ablegen oder klicke auf Referenz auswählen. Wähle einen Song, dessen Klang und Energie zu deinem Ziel passen. Liegt die Datei nur in einer Cloud, lade sie zuerst vollständig auf deinen Rechner herunter.

  2. 2. Referenzabschnitt prüfen

    mixfellow wählt automatisch einen 30-Sekunden-Abschnitt der Referenz. Höre ihn an und verschiebe die Auswahl bei Bedarf. Suche in deiner DAW eine musikalisch vergleichbare Stelle deines Mixes: etwa Refrain gegen Refrain oder Drop gegen Drop, mit ähnlicher Besetzung und Energie. Eine ruhige Strophe mit einem vollen Refrain zu vergleichen führt leicht zu irreführenden Empfehlungen. Die Stellen müssen nicht denselben Zeitcode haben; entscheidend ist, dass musikalisch Ähnliches passiert.

  3. 3. Mix messen

    Klicke auf Mix analysieren und drücke dann Play in deiner DAW. Lass die vergleichbare Stelle mindestens 30 Sekunden ohne Unterbrechung laufen. mixfellow startet die Wiedergabe nicht selbst. Bei Bedarf kannst du die Analyse abbrechen und neu beginnen.

    Sind einige, aber nicht alle Gruppen-Sensoren verbunden, fragt mixfellow vorher, ob alle für diesen Abschnitt benötigten Sensoren aktiv sind. Gruppen, die im Abschnitt gar nicht vorkommen, brauchen keinen Sensor. Wähle Ja, analysieren, wenn die relevanten Gruppen abgedeckt sind; andernfalls Nein, Sensoren ergänzen und füge die fehlenden Instanzen in deiner DAW hinzu. Ohne Gruppen-Sensoren kannst du direkt den Gesamtmix analysieren.

  4. 4. Ergebnis umsetzen

    Die Ergebnisse zeigen bis zu fünf priorisierte Vorschläge. Wenn mixfellow weniger klare Auffälligkeiten findet, sind es entsprechend weniger. Klicke einen Vorschlag an, um die vollständige Empfehlung mit Zielbereich, möglicher Quelle und einem Startwert für die Änderung aufzuklappen. Eine angezeigte vermutete Quelle ist ein Hinweis: Prüfe sie beim Hören, bevor du eine Gruppe bearbeitest.

    Beginne mit dem wichtigsten Vorschlag, ändere zunächst nur eine Sache und höre erneut. Probiere eine passende Pegelkorrektur aus, bevor du unnötig zu EQ oder Dynamik greifst. Die vorgeschlagenen Werte sind Startpunkte für dein Gehör, keine Pflichtwerte. Mit Neue Analyse misst du deinen überarbeiteten Mix erneut; Referenz und Abschnitt bleiben dafür ausgewählt.

Nützliche Funktionen während des Mischens

  • A/B Referenz / A/B Mix: Wechsle bei laufender DAW direkt zwischen deinem Mix und der Referenz. Der Vergleich wird im Pegel automatisch angepasst, damit lauter nicht einfach besser wirkt.
  • Spektrum & Pegel: Vergleiche die Frequenzverteilung und prüfe Peak, RMS und das Stereo-Scope. Die Anzeige hilft beim Einordnen; entscheide Änderungen immer auch mit den Ohren.
  • Gruppen: Die Punkte unten zeigen, welche Sensoren verbunden sind. Grün bedeutet aktiv, Rot bedeutet nicht verbunden oder deaktiviert. Klicke auf eine aktive Gruppen-Pill, um ihre Details zu öffnen; dort kannst du auch zwischen den Gruppen wechseln. Der Punkt allein sagt noch nichts über die Ursache eines Problems aus.
  • Meine Plugins: Wähle deine DAW, scanne bei Bedarf deine installierten Effekte und markiere die Werkzeuge als Favoriten, die in Empfehlungen namentlich auftauchen sollen. Die Plugin-Einrichtung ist freiwillig und später über das Zahnrad erreichbar; DAW-interne Effekte können auch ohne Drittanbieter-Scan angezeigt werden.

Einstellungen: Über das Zahnrad änderst du Sprache und Fenstergröße und öffnest Meine Plugins. Das ? oben rechts zeigt eine kurze Hilfe. Zurücksetzen entfernt Referenz und Messergebnisse; Neue Analyse misst mit der bestehenden Referenz neu.